Den Mut haben zu helfen

Kita „Weltentdecker“ aus Ibbenbüren

Verantwortung übernehmen

Das haben die Kinder der Kita „Weltentdecker“ aus Ibbenbüren mit ihrem besonderen Mut-Projekt gelernt. Gemeinsam mit der Handpuppe „Henry, der Sanitäter“, beschäftigten sie sich mit dem Thema Mut zur Ersten Hilfe und nahmen mit ihrem Projekt am Mut-tut-gut-Wettbewerb des Grüffelo teil. Erste Hilfe hat in der DRK-Einrichtung einen hohen Stellenwert und so ist es selbstverständlich, dass auch schon die Kleinsten Schritt für Schritt herangeführt werden.

Spielerisch wurde den Kindern vermittelt, wie sie in einer Notsituation helfen können. „Dabei ging es in erster Linie darum, den Mut zu haben, auf Menschen mit Hilfebedarf zuzugehen, bei Bedarf entsprechende Hilfe anzubieten und handlungsfähig zu sein“, erklärte Gudrun Baackmann, die Leiterin der DRK-Kita. Die Kinder sollten für Gefahrenquellen sensibilisiert werden, um Unfälle vorzubeugen. Hierfür wurde den Kindern zunächst die Erste Hilfe erläutert und ihnen beigebracht, dass man schon hilft, wenn man nur tröstet. Die erste Aufgabe bewältigten die Kinder mit Bravour: Sie lernten die Notrufnummern von Polizei und Feuerwehr und anschließend wie man einen Notruf tätigt. Dazu gingen sie zu Allererst die 5 W’s (Wo, Wer, Was, Wie, Warten) durch, um den Notruf zu strukturieren. Alle beteiligten sich mit Begeisterung am Rollenspiel und schnell konnte jeder sicher einen Notruf tätigen.

Schon am Anfang des Projekts bewiesen die Kinder der Kita Ibbenbüren viel Mut

Im nächsten Schritt führten sie die Kinder an Verbände, Pflaster und Einmalhandschuhe ran. Ganz ohne Berührungsängste verbanden sie ihre Kameraden und spielten Unfälle nach. „Wir machen positive Erfahrungen mit diesem Thema, die Kinder sind sehr empfänglich und setzen viele Dinge selbstverständlich um“, berichtet Frau Baackmann. Auch die stabile Seitenlage durfte hierbei natürlich nicht fehlen.

Nach der Praxis war der theoretische Teil an der Reihe. Die Kinder hatten Spaß am Lernen, da sie erfahren konnten, dass man das Gelernte auch praktisch im Leben anwenden kann. Die letzte Einheit bestand darin, den Kindern die Angst vor dem Krankenwagen zu nehmen. Deshalb besuchten sie gemeinsam die Rettungswache. Dort durften die Kinder in einen Rettungswagen reinschauen. Sie machten sich mit den RTW vertraut und merkten, dass es keinen Grund zur Angst gibt.

Zum krönenden Abschluss, musste natürlich noch der Erst-Helfer-Schein absolviert werden. Jedes Kind bekam eine Urkunde, welche sie als Erst-Helfer auszeichnete. Mit Mut und Stolz gerüstet nahmen sie diese aufgeregt entgegen. Besonders schön war auch die positive Resonanz der Eltern: Viele mussten sich eingestehen, dass die eigenen Erst-Helfer-Kenntnisse bereits verstaubt waren und ihre Kinder ihnen eine Menge beibringen konnten. Ein mutiges Projekt, welches sich auf vielfältige Weise positiv auf die Kinder und ihr Umfeld auswirkt.

Bildergalerie

Sie haben auch eine mutige Gruppe vorzustellen? Alle Informationen zur Teilnahme am Mut-tut-gut-Wettbewerb gibt es hier: