Mut entsteht in der
Kribbelzone

Mut ist vor allem ein starkes Vertrauen in sich selbst. Das äußert sich beim Klettern auf einen hohen Baum, aber auch darin, zur eigenen Meinung und zu Gefühlen zu stehen, oder eigene Fehler zuzugeben.

Mut ist eine innere Haltung, die nicht angeboren ist. Sie entsteht aus der Stärkung des Selbstbewusstseins, aus Ermutigungen durch Bezugspersonen und aus dem ständigen Austesten der eigenen Grenzen. So kann sich eine stabile und starke Persönlichkeit entwickeln.

Mut wächst immer dann, wenn man Freiheiten erlebt, Ängste überwindet, Neues wagt und sich ausprobieren kann. Wer sich persönlichen Herausforderungen stellt, seinen Horizont erweitert und von der Komfortzone in die Kribbelzone wechselt, entwickelt Mut. Furcht vor Unbekanntem und Abwägen von Gefahren gehören dazu, damit aus Mut nicht Leichtsinn wird.

„Die Maus zeigt es allen Kindern: Es kommt nicht auf die Größe an! Man darf ruhig Angst haben, aber man sollte sich nicht unterkriegen lassen. Wir hoffen, die Mut-tut-gut-Initiative mit dem Grüffelo bringt Ihnen und den Kindern Spaß und Impulse für mutige Aktionen!“

Axel Scheffler

Julia Donaldson & Axel Scheffler
Autorin und Illustrator von „Der Grüffelo“ und vielen weiteren Bilderbüchern

Was Eltern
tun können

Die 6 Arten von Mut

Mut hat ganz verschiedene Ausprägungen. Für Kinder spielt physischer Mut eine sehr große Rolle: Wer traut sich, am höchsten zu klettern oder den steilsten Berg mit dem Laufrad hinunterzurasen? Doch es gehört ebenso viel Mut dazu, zu seinen eigenen Gefühlen zu stehen, einen Freund zu verteidigen oder vor der ganzen Kindergartengruppe seine Meinung zu sagen. Mut überwindet nicht nur die Angst vor einer Schramme, sondern auch davor, ausgelacht oder nicht mehr gemocht zu werden.

bubble-physischer-mut

Für die kindliche Entwicklung ist der physische Mut zentral. Hier wagt man etwas, was weh tun oder bei dem man sich verletzten könnte. Motorische Fähigkeiten entwickeln sich über das Ausprobieren von Höher, Schneller, Weiter. Hier leben Kinder sich aus – und hier gewinnen sie viel Zutrauen in ihre eigenen Fähigkeiten.

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ist der Mut, den wir beweisen, wenn unser Verhalten oder unsere Äußerungen zu Ablehnung durch andere führen könnten und wir dies in Kauf nehmen. Er zeugt von der Stärke zu seiner eigenen Meinung zu stehen, sich Gruppennormen zu widersetzen, aber auch eigene Grenzen einzugestehen.

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Die Welt in Frage stellen dürfen und selbst denken – das beweist intellektuellen Mut. Forschen, Überprüfen, Entdecken – wenn die natürliche Neugier von Kindern nicht gebremst wird, kann der Mut entstehen, intellektuellen Herausforderungen mit Begeisterung zu begegnen und neue Erkenntnisse zu gewinnen.

bubble-moralischer-mut

zeigt sich darin, Mitmenschen zu helfen und ihnen den Rücken zu stärken, obwohl es zum eigenen Nachteil sein könnte. Eigene Fehler zugeben, Versprechen halten und ein guter Verlierer sein – es braucht viel Zeit und Übung, für seine eigenen Überzeugungen einzustehen.

bubble-emotionaler-mut

ist die Stärke, sich seiner Gefühle bewusst zu werden und sie ausdrücken zu können – egal ob es um positive Gefühle wie Liebe oder Freude oder um negative wie Wut und Trauer geht. Zu seinen Gefühlen zu stehen heißt auch, sich selbst anzunehmen und hilft, von anderen angenommen zu werden. Das  bewusst Wahrnehmen von Gefühlen ist Grundlage für gute Entscheidungen.

bubble-spiritueller-mut

hilft, den Ungewissheiten um die eigene Existenz zu begegnen und sich mit Fragen wie „Woher komme ich?“, „Wieso bin ich hier?“  auseinander zu setzen. Es ist der Mut, anzuerkennen, dass wir nicht alles im Leben wissen oder kontrollieren können.

Zum Weiterlesen

Ein spannendes Buch über Mut und wie man Kindern hilft, selbst mutig zu werden.